Tränenfilmanalyse – bei trockenen Augen

Die Tränenfilmanalyse oder Tränenfilm-Diagnostik wird bei sehr trockenen Augen durchgeführt.
Ein unbehandeltes trockenes Auge kann zu schwerwiegenden Folgen führen, so können die Augen weniger beweglich und die Hornhaut geschädigt werden. Eine Eintrübung der Augen bis hin zur Erblindung, können Folgen eines unbehandelten trockenen Auges sein.
Der Tränenfilm oder auch die Tränenflüssigkeit genannt, muss dann auf ihre Menge und Qualität getestet werden. Es wird getestet ob ihre Zusammensetzung noch stimmt und ob genügend davon produziert wird.

So können verschiedene mögliche Ursachen für das trockene Auge ausgeschlossen werden und mit entsprechenden Tropfen entgegen gewirkt werden. Trockene Augen können durch Medikamente, sowie eine Mangelernährung entstehen. Weiter Ursachen können Verletzungen des Auges oder Lids sein, die klimatischen Einflüsse (wie Klimaanlagen), Allergien oder Hauterkrankungen, ein altersbedingter Rückgang sowie die Bildschirmarbeit. Gerne werden trockene Augen auch “Office eye syndrom” oder “Büroaugen” genannt, weil diese vermehrt bei Menschen mit täglichem Umgang mit Computern und anderer Bildtechnik auftreten.

Die Tränenflüssigkeit, welche den Tränenfilm auf dem vorderen Augapfel bildet, dient zum Schutz der Horn- und Bindehaut der Augen. Weiterhin ist sie ein Sauerstofflieferant und bringt Antikörper und Enzyme zur Abwehr von Bakterien und Viren, sowie Fremdkörpern mit.
Produziert wird die Tränenflüssigkeit in den großen und den kleinen Tränendrüsen und durch Gefühlsregungen oder Nervenimpulse abgesondert. Das Augenlid sorgt durch den regelmäßigen Aufschlag für die richtige Verteilung des Tränenfilms auf dem Auge.

Die Tränenfilmanalyse selbst birgt keine Risiken, sie mag aber für den ein oder anderen nicht angenehm sein, je nach empfinden des einzelnen.
Ob die Tränendrüsen ausreichend Tränenflüssigkeit produziert, wird mit einer Art Filterpapier überprüft. Das kann auf zwei Arten passieren: Für die Reizsekretion wird das Papier ohne Betäubung des Auges in den Bindehautsack eingehängt und verbleibt da für etwa 5 Minuten. In dieser Zeit sollte die Tränenflüssigkeit einen bestimmten Weg auf dem Papier zurückgelegt haben.
Die basale Tränensekretion wird unter Betäubung durchgeführt, so dass das Auge keiner Reizung unterliegt. Auch hier muss die Tränenflüssigkeit einen bestimmten Weg zurücklegen. Werden die gewünschten Werte nicht erreicht, wird zu wenig Tränenflüssigkeit produziert.
Um die Qualität des Tränenfilms zu testen, wird die Hornhaut eingefärbt. Der Augenarzt beobachtet dann, wie sich der Tränenfilm auf dem Augapfel beim Lidschlag verhält und wie lange er darauf hält. Zieht dieser sich zu früh zurück, stimmt die Qualität nicht.
Mit entsprechenden Therapien, kann dem trockenem Auge gut entgegen gewirkt werden.

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